Leopold Strobl gehört momentan zu den gefragtesten Künstlern aus Gugging. Er überarbeitet Fotografien aus Zeitungen mit Farbstiften. Der Stadtrat beschloss, von der Galerie Gugging ein Bildchen von Leopold Strobl um 4.000 EUR anzukaufen: Ohne Titel; 5,3 cm x 9,8 cm Bleistift, Farbstifte auf Zeitungspapier; kaschiert auf Papier. Zu sehen ist die Leopoldstraße Richtung Roman-Scholz-Platz. Gegen den Beschluss des Stadtrates stimmte nur FPÖ - Stadtrat Dr. Josef Pitschko: „Mit dem Ankauf dieses Bildchens in Größe einer Visitenkarte um 4.000 EUR unterstützt die Stadtgemeinde wie ein Mäzen einerseits die Galerie Gugging und sorgt andererseits dafür, dass die Verkaufspreise für Strobl-Bildchen hoch bleiben. Dafür ist Steuergeld zu schade.“
Im Zusammenhang mit diesem Bildchen fallen Stadtrat Dr. Josef Pitschko – selbst Sammler von Bildern zeitgenössischer Künstler – spontan drei Zitate von Ephraim Kishon, einem seiner Lieblingsautoren, zum Thema „Moderne Kunst“ ein:
- Ich glaube nicht, dass die moderne Kunst Gaukelei ist – ich weiß es.
- Wir stehen zweifellos besonders intelligenten Gauklern gegenüber, denen es gelungen ist, aus billigen Clownerien nahezu eine Religion zu machen. Damit verbuchte die Kunst-Mafia einen eindeutigen Sieg über den gesunden Menschenverstand und ihre Frechheit überschritt langsam alle Grenzen. Gleichzeitig kennt auch die menschliche Dummheit keine Grenzen mehr, womit ein gesundes Gleichgewicht entstanden ist.
- Mit ihrer jahrzehntelangen Gehirnwäsche hat die Kunst – Mafia erreicht, dass intelligente Leute, die auf anderen Gebieten rational denken, unsicher werden und sagen: „Vielleicht ist es ja wirklich Kunst, ich kann das nicht beurteilen, ich bin nicht ausgebildet darin.“